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Chorklang in all seinen Facetten
Im Kurhaus erfreuten die Tunsler Chöre ihr Publikum mit einem Programm vom Liebeslied bis hin zum Beatles-Medley
BAD ROZINGEN-TUNSEL (win). Etwas verunsichert waren die kleinen Sängerinnen und Sänger des Kinderchores beim Auftritt der Tunsler Chöre angesichts des voll besetzten Kurhaussaals. Doch bewiesen die Schützlinge von Dirigentin Karoline Fehrenbach, dass sie der Situation durchaus gewachsen sind, denn sowohl Lieder wie Ansagen wurden mit kindlichem Humor, Temperament und Tonsicherheit vorgetragen und bezeugten: unter dieser Leiterin braucht es den Tunsler Chören nicht bange um den Nachwuchs zu sein.
Freude an unterschiedlichster Chorliteratur herrscht offensichtlich beim Kirchenchor St. Michael, jedes Genre wirkt überzeugend: das getragene Abendlied von Franz Schubert genauso wie das afrikanische Spiritual “Amezaliwa” oder das englische “This little light of mine” . Altgediente Sängerinnen und Sänger harmonieren hier neben jungen Stimmen unter der bewährten Leitung von Peter Hilfinger. Auffallend besonders die Aufmerksamkeit, die dem Dirigenten entgegengebracht wird. Dass die Frauen des Chores nicht immer auf die Männer angewiesen sind, zeigten die Sängerinnen mit “It´ s my Party” von Mark Brymer.
Schlag auf Schlag ging es weiter mit den “Hochtönern” , einer sich den “Wise Gyse” verschriebenen kleinen Gruppe des Männergesangvereins. Das geschulte Ohr ahnt hier sofort, was so einfach und witzig klingt, birgt hohen Anspruch mit besonderen Fähigkeiten: Alle Vorträge a cappella mit deutschen Texten - witzig, unterhaltsam, anregend - auch die Vorstellung durch Werner Suger. Jeder der zwölf Sänger bringt sich als Solist vor das Publikum.
Nach der Pause dann Männerchor-klang, wiederum in allen Facetten vom Liebeslied bis zum französischen Chanson und als Höhepunkt einen Zusammenschnitt verschiedenster Beatles-Melodien. Strahlende Tenöre, sonore Bässe stechen hier hervor, sowie die makellose Intonation der schwierigen Mittelstimmen, die sich weich einfügen. Gabi Fehrenbach-Hilfinger schrieb das Arrangement.
Im letzten Programmteil dann großer Auftritt beider Chöre mit den Musicalsongs “Hello, Dolly” und “Cabaret” und der lautstark geforderten Zugabe “Thank you for the Music” - eine Werbung für alle Zuhörer, sich der Musik, sei es durch Gesang oder instrumental, zu verschreiben.
Gut aufgelegt auch die Instrumentalisten Zsolt Lendvai, Klavier, Gabi Fehrenbach-Hilfinger, Synthesizer, Dennis Müller, Schlagzeug und Pedro Martinho, Gitarre. Die Ansagen übernahmen Matthias und Oliver Trüe, die Begrüßung Peter Ritzel.
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Elton John und Robbie Williams
Jahreskonzert des Männergesangvereins „Kolping“ Tunsel
Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Winterhalter
BAD KROZINGEN-TUNSEL. Große Erwartungen galt es beim Jahreskonzert des Männergesangvereins „Kolping“ in der Festhalle Tunsel zu erfüllen, denn ein inzwischen anspruchsvolles, aber zugleich treues Publikum lauschte gespannt den Darbietungen der Sänger unter ihrem Dirigenten Peter Hilfinger.
Doch zunächst nahmen die Kids vom Kinderchor die Zuhörer für sich ein. In erfrischender Natürlichkeit, die kein Lampenfieber erkennen ließ, präsentierten sie sich mit begeistert gesungenen Liedchen („Oma liebt Opa“, „Mobo Djudju“, „Ich bin wütend“, „I’m gonna sing“, „Heal the World“), die sie selbst ansagten. Unterstützt von den „Großen“ wagten sich auch die Kleinsten an englische Texte. Untermalt wurde das „musikalische Szenario“ durch schauspielerische Einlagen. Ein Lob an die Leiterin des Kinderchores, Karoline Fehrenbach, deren Arbeit sich wirklich sehen beziehungsweise hören lassen kann.
Ganz auf ihre Kosten kamen in den ersten beiden Programmteilen des Männergesangvereins die Verfechter des Liedgutes in der deutschen Sprache, ein immer wieder strittiges Thema. Oliver Trüe skizzierte mit seinem hintergründigen Charme die diesjährige Musikreise des MGV nach Südfrankreich und die Sänger zogen musikalisch nach: „Wir kamen einst von Piemont“ von Wilhelm Heinrichs, „Champs-Élysées“ und „Chanson D’Amour“, arrangiert von Peter Hilfinger, sowie „Es war so schön mit dir“ von Otto Ruthenberg.
Mit neu einstudierten „Wise Guys“-Songs überraschten die „Hochtöner“. Freche Texte, a cappella gesungen, verfehlten ihre Wirkung auf die Gäste nicht. Schon die Ansagen des Vorsitzenden Werner Suger verrieten: Es durfte geschmunzelt und bei „Ich bin dein Ohrwurm“ mit gesungen und geklatscht werden. Die Interpreten wechselten sich in vielen Solo-Einlagen ab. Hervorzuheben besonders auch der interessante „Background“. Vorgestellt von Christian Schneider, an Klavier und Synthesizer von Zsolt Lendvai und Gabi Hilfinger begleitet, wagten sich die Sänger im letzten Part an Titel aus Musical und Film wie „Can You Feel the Love Tonight“ aus „The Lion King“ von Elton John und „Make them hear you“ aus „Ragtime“ von Stephan Flaherty.
Zum Abschluss dann „Words and Music by Paul Mc Cartney and John Lennon“: Der hohe Wiedererkennungswert der Beatles-Songs sowie die gekonnten Arrangement von Peter und Gabi Hilfinger, ließen Titel wie „Yesterday“, „Help“, „Let it Be“, „Hey Jude“ zu einem nostalgischen Genuss werden, der nach Zugaben verlangte. Robbie Williams „Angels“ und das spanische Weihnachtslied „Felice Navidad“ stimmten auf die Adventszeit ein.
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„Kommunaler Ritterschlag“ für Bad Krozingen Ministerpräsident Günther Oettinger überbringt Ernennungsurkunde zur Stadt / Anerkennung der beispielhaften Entwicklung / Glanzvoller Festakt im Kurhaus
Von unserem Redakteur Markus Donner
BAD KROZINGEN. Es bedarf schon eines gewichtigen Anlasses, um einen Ministerpräsidenten aus der Villa Reitzenstein in Stuttgart nach Bad Krozingen zu locken. Bisher standen die Besuche meist im Zusammenhang mit baulichen Erweiterungen des Herz-Zentrums und der damit verknüpften Frage nach einer Finanzspritze des Landes. Ganz anders am vergangenen Freitag: Ministerpräsident Günther Oettinger hatte kein Zuschussbescheid in der Tasche, sondern machte sich mit einer Urkunde auf den Weg ins Kurhaus. Dort erklärte er Bad Krozingen unter dem Beifall von 500 Festgästen zur Stadt.
Das war Balsam für die Seele des rund 16000 Einwohner zählenden Heilbades, das im Zuge der jüngsten Verwaltungsreform als zweitgrößte Kreisgemeinde gerne Sitz der einen oder anderen Behörde geworden wäre, bei der Umverteilung aber leer ausgegangen war. Nun also immerhin das Stadtrecht. Und ein bestens informierter und vorbereiteter Günther Oettinger wurde gar nicht müde, in seiner Rede all die Merkmale von Bad Krozingen herauszustellen, die im Standortwettbewerb der Städte und Regionen den Kurort mit seiner „schlanken Verwaltung“ so einmalig und unverwechselbar machten. Daher habe der Ministerrat „guten Gewissens“ dem Antrag zur Verleihung des Stadtrechts entsprochen. Beeindruckt von der kommunalen Leistungsbilanz einer Stadt, die jährlich um rund 200 Einwohner wächst („das ist das beste Zeugnis für Sie“) und mit seiner Infrastruktur „gut aufgestellt“ sei, gipfelte das dicke Lobe des Ministerpräsidenten in der Feststellung: „Bad Krozingen hat es verdient, Stadt zu werden.“ Mit diesem Prädikat verbinde sich nach den Worten Oettingers Anspruch und Auftrag zu gleich. Wenn das Heilbad nach der Prognose bis 2020 nochmals um 14 Prozent weit über dem Landesdurchschnitt wachse, „dann hat das etwas mit der hohen Anziehungskraft und Lebensqualität dieser Stadt zu tun“. Von der „Großen Kreisstadt“ sei man dann nicht mehr allzu weit entfernt.
Der Ministerpräsident würdigte besonders die herausragende Stellung als Gesundheitsstandort mit dem Herz-Zentrum als „wichtigster Säule“ . Wenn sich das Land an der neuerlichen Erweiterung der Klinik beteilige, dann schon deshalb, um von deren unbestrittener medizinischer Kompetenz auch künftig profitieren zu können. Oettinger redete einer Kooperation oder gar Fusion mit der herzchirurgischen und kardiologischen Abteilung der Freiburger Uni-Klinik „auf Augenhöhe“ das Wort. Später nahm Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon in seinem Grußwort diesen Faden wieder auf. Von einem Zusammenschluss profitierten alle, letztlich brächte er im nationalen und internationalen Wettbewerb weitere Schubkraft für die „Region Freiburg“ insgesamt. Ob“s gelingen wird, darüber entscheide jedoch nicht der OB von Freiburg, merkte Salomon an, der hier neben vielen anderen Aufgabenfeldern die Konversion des früheren Flugplatzes Bremgarten als Beleg einer gut funktionierenden interkommunalen Zusammenarbeit anführte.
Regierungspräsident Sven von Ungern-Sternberg nannte die Stadtrechtsverleihung ein „historischer Ereignis“. Weder in seiner Amtszeit, noch in der seines Vorgängers Norbert Nothhelfer, der ebenfalls zur Feier gekommen war, habe es so etwas am südlichen Oberrhein gegeben. Dieser „kommunale Ritterschlag“ sei die Wertschätzung und Anerkennung für eine Entwicklung, die „alle Rekorde schlägt“ und an deren Ende eine „Stadt mit viel urbaner Lebenskraft“ stünde. Der Regierungspräsident bezeichnete Bad Krozingen einmal mehr als „Kronjuwel in der südbadischen Gesundheitslandschaft.“ Die kommunale Leistungsbilanz, an der auch schon die Bürgermeister Herbert Hellmann und später Wolfgang Fuchs ihren Anteil hätten, könne sich sehen lassen. Sven von Ungern-Sternberg freute sich, dass am 14. November mit dem ersten Spatenstich für die Umgehung ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht sei. In Vertretung von Landrat Jochen Glaeser begrüßte der Erste Landesbeamte Helmut Unseld die „10. Stadt im Landkreis“. Bad Krozingen sei dieses Prädikat nicht in die Wiege gelegt worden, sondern habe sich Wohlstand und Wirtschaftswachstum hart erarbeitet. Unseld erinnerte indes an einen „Irrtum der badischen Landesregierung“, als man in Bad Krozingen bei geologischen Tiefbohrungen Kali und Öl witterte, am Ende aber „nur“ heißes Thermalwasser ans Licht förderte, ohne damals recht zu wissen, was man mit diesem Bodenschatz anfangen sollte. Dass Bad Krozingen heute als Kur- und Badeort ein wichtiger Teil der Bäderlandschaft in Baden-Württemberg geworden ist und inzwischen mit Staufen ein Mittelzentrum bilde, verdiene Beachtung und Respekt. Staufens Bürgermeister Michael Benitz sprach zugleich für die dem Mittelzentrum zugeordneten Nachbargemeinden Bollschweil, Ehrenkirchen, Hartheim, Münstertal und Pfaffenweiler. Neid und misstrauisches „Kleinklein“ seien heute nicht mehr an der Tagesordnung, mit der Ernennung von Bad Krozingen zur Stadt erfahre die Region insgesamt eine wichtige Aufwertung. Etwas Kritik an der Landespolitik klang in der Rede trotzdem durch: „Bei der großen Verwaltungsreform ist unser Mittelzentrum nicht ausreichend berücksichtigt worden.“ Müllheim, Breisach und Titisee-Neustadt hätten einen besseren Schnitt gemacht. Als lieb gemeinte Stichelei war Benitz“ Anspielung zu verstehen, wenn sich nun alle Bad Krozinger freuen dürften, endlich in einer Stadt zu wohnen. „Bad Krozingen ist, mit Verlaub, jetzt soweit wie Staufen um das Jahr 1300, als wir uns Stadt nennen durften. In rund 700 Jahren seid Ihr, liebe Krozinger, dann soweit wie wir heute. Dann allerdings sind wird wieder 700 Jahre voraus“. Neben den besten Wünschen für die Zukunft, hatte Michael Benitz noch ein Geschenk mitgebracht: Eine junge Stadtlinde, die 40 Meter hoch und 1000 Jahre alt werden könne. „Mit diesem Baum verbinden wir die Hofnung auf eine erfolgreiche, harmonische Zusammenarbeit unter gleichberechtigten Partnern“, sagte Benitz.
Stellvertretend für alle (Stadt-)Ortsteile traten die beiden Ortsvorsteher Edgar Fader (Biengen) und Ottmar Seywald (Schlatt) ans Mikrofon. Ihrem alemannischen Exkurs lieferten sie dem Ministerpräsidenten die schwäbische Übersetzung gleich mit dazu. Der Stadt Bad Krozingen wünschten sie ein „Glück uf un wiiter so“ und ermahnten zugleich: „Vergesst d“ Dörfer nit, si sin morge au noch do!“.
„Glückwunsch: Die Verwaltungsstruktur im Bad Krozinger Rathaus ist genauso schlank wie der Bürgermeister selbst.“
Ministerpräsident Günther Oettinger
Den weitesten Weg zur Feier hatten die Vertreter aus den Partnergemeinden auf sich genommen. Denise Hours überbrachte für Gréoux-les-Bains und Esparron de Verdon die Glückwünsche aus der Provence. Für die japanische Partnerstadt Taketa-Naoiri sprach der neue Bürgermeister Goji Maki. Das slowenische Bojnice war durch Bürgermeister Vladislav Oravec vertreten.
Gut zwei Stunden dauerte der Festakt, dem die Stadtkapelle mit Akteuren aus allen Ortsteilen sowie die gut aufgelegten „Hochtöner“ aus Tunsel musikalische Glanzlichter beisteuerten. Bevor sich Bürgermeister Meroth seiner Amtskette wieder entledigen durfte, wurde der Ministerpräsident mit dem obligatorischen „Badener Lied“ gebührend verabschiedet. Draußen im Foyer wurde dann bei Gutedel und Spätburgunder weiter gefeiert, während viele „Stadtbürger“ im Saal längere Wartezeiten in Kauf nahmen, um sich hinter der Unterschrift von Günther Oettinger ins goldene Buch einzutragen.
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Fröhlicher Gesang und köstliche Weine
Gelungene Premiere: Erstmals kombiniert der Männergesangverein „Sängerfreundschaft“ Neuenburg am Rhein sein Jahreskonzert mit einer Weinprobe
Von unserem MitarbeiterAlexander Anlicker
Neuenburg am rhein. Eine erfolgreiche Premiere gelang dem Männergesangverein „Sängerfreundschaft“ Neuenburg am Rhein mit dem neuen Konzept seines Jahreskonzertes. Der mit über fünfzig Aktiven derzeit größte Männerchor in der Region stellte sein Jahreskonzert unter das Motto „Wein und Gesang“ und lud zu einem Konzert mit Weinprobe ins Neuenburger Stadthaus ein.
„Wir wollten etwas Neues machen, weil wir merkten, dass wir weniger Besucher hatten“, erklärte der Vorsitzende der Neuenburger Sänger, Arnold Brunzel, die Hintergründe des neuen Konzepts.
Nach verschiedenen Überlegungen habe man sich letztlich dafür entschieden das Jahreskonzert mit einer Weinprobe zu verbinden, sagte der Vorsitzende. Als kompetenter Partner war rasch die Winzergenossenschaft Auggen gewonnen, die nicht nur zahlreiche Neuenburger Mitglieder hat, sondern immer wieder auch den Weinbrunnen der Sänger beim Nepomukfest ausstattet.
Und dieses Konzept ist durchaus erfolgreich. Nicht nur Vorsitzender Arno Brunzel war zufrieden, die Freude über das gelungene Jahreskonzert und vor allem über 350 Zuhörer im Saal war auch den Sängern anzusehen. Das unterhaltsame und abwechslungsreiche Programm verknüpfte konzertante Chormusik mit spaßigem A-cappella-Gesang und einer Weinprobe. Zur Eröffnung des Konzertes begrüßte Arnold Brunzel zahlreiche Ehrengäste im Saal, darunter auch Bürgermeisterstellvertreter Martin Buck und Pfarrer Bernhard Thum, die Vorsitzende des Untermarkgräfler Sängerbundes, Barbara Claus, die Markgräfler Weinprinzessin Anita Sutter sowie den Vorstandsvorstitzenden der Auggener Winzergenossenschaft, Martin Schmidt.
Den Auftakt bestritt der Männergesangverein Neuenburg mit konzertanter Chormusik und zum Thema „Wein und Gesang“ passenden Liedern wie „Im Weinparadies“ oder „Erhebet das Glas“ aus der Opar „Ernani“ von Guiseppe Verdi. Geleitet wurde der Chor von Peter Hilfinger, für die Begleitung mit virtuosem Flügelspiel sorgte Zsolt Lendvai.
Premiere hatte an diesem Abend auch die Markgräfler Weinprinzessin Anita Sutter, die ihre erste Weinprobe moderierte. Sie stellte in drei Durchgängen insgesamt fünf Weine vor: angefangen vom nach Äpfel und Birnen duftenden trockenen Gutedel und dem nach Ananas und Südfrüchten schmeckenden Chardonnay, über zwei vollmundige Rotweine, einen nach Kirschen und Brombeeren schmeckenden Spätburgunder und einen tiefdunklen roten Regent bis hin zu einer goldfarbenen Gewürtraminer Spätlese als krönendem Abschluss.
Serviert wurden die edlen Tropfen der Weinprobe von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins Auggen in ihren Markgräfler Trachten.
Musikalisch umrahmt wurde die Weinprobe von der Gruppe „Die Hochtöner“. Sie sind ein kleines Ensemble des Männergesangvereins der Kolpingsfamilie Tunsel und haben sich dem A-capella-Gesang verschrieben. Die Gruppe, die ebenfalls von Peter Hilfinger geleitet wird, sangen humorvolle Stücke der Kölner Gruppe „Wise Guys“, die sich um die drei wichtigen Themen Männer, Frauen und Beziehungen drehen.
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Konzert der Chorgemeinschaft Bad Krozingen und dem MGV Kolping Tunsel 30.11.04
Evergreens der "Comedian Harmonists" faszinieren nach wie vor Chorgemeinschaft 1859 Bad Krozingen begeistert Publikum im Kurhaus mit Hits wie "Ein kleiner grüner Kaktus" und "Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n"
BAD KROZINGEN. Als vor gut siebzig Jahren das Vokalensemble "Comedian Harmonists" seine grandiosen Triumphe feierte, beruhte dieser Erfolg nicht zuletzt auf der Eingängigkeit der Melodien einerseits und der versteckt gesellschaftskritischen Inhalte der Lieder andererseits. So sind diese Titel auch heutzutage nicht weniger aktuell als damals und rechtfertigen stets eine Neuinterpretation. Dieser Aufgabe hat sich die Chorgemeinschaft 1859 Bad Krozingen unter der bewährten Leitung von Veronika Fehse in ihrem Jahreskonzert Kurhaus gestellt.
Das Konzert wurde mit "Ein kleiner grüner Kaktus", einem der bekanntesten Lieder schwungvoll eröffnet. Somit war insgesamt der musikalische Rahmen gesteckt.
Das Lied "Ich wollt' ich wär' ein Huhn" wurde durch die gute Ausarbeitung der einzelnen Chorstimmen besonders plastisch dargeboten und entlockte dem Publikum so manches Schmunzeln. Ebenso gelungen war die szenische Darbietung gegen Ende des Konzertes, als die Herren des gemischten
Chores beim Lied "Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n" Damen aus dem Publikum rote Rosen überreichten.
Zur Bereicherung des Programms trugen die Gastchöre, der Männergesangverein "Kolping" und die "Hochtöner", beide aus Tunsel, unter der Leitung von Peter Hilfinger mit verschiedenen Liedern und Arrangements gekonnt bei. So bestachen die "Hochtöner" mit überzeugenden Interpretationen und ausgeglichenem homogenem Klang mit deutschsprachigen Arrangements der Wise Guys. Peter Hilfinger verstand es, das Publikum im Lied "Probier's mal mit 'nem Bass" durch solistische Virtuosität mitzureißen. Der heitere Charakter des Konzertes wurde vom Männergesangverein "Kolping "auch um englischsprachige Beiträge erweitert.
Besonderer Höhepunkt war innerhalb dieses Programmabschnitts "Whiskey in the Jar", einem wuchtigen Irish Shanty, bei dem besonders die solistischen Parts brillierten.
In kleiner Besetzung und mit filigranem Klang bereicherte der Frauenchor "Gee Whiz" das abwechslungsreiche Programm. Die humorvollen Stücke, teilweise solistisch vorgetragen, fügten sich homogen in die Abfolge der Liedbeiträge ein. Einen besonderen Leckerbissen stellte das Vokalquartett der Chorgemeinschaft dar. In professionell und gesanglich ausgewogener Manier brachte es in den jazzigen Madrigalen von Uli Führe den skurrilen Humor der Texte Robert Gernhardts auf den Punkt.
Im Rahmen des Konzerts, durch das Karin Schön führte, wurden mehrere Mitglieder der Chorgemeinschaft Bad Krozingen für 50 Jahre (Franz Morath) und für 25 Jahre (Gisela Kenz, Johanna und Erich Fliegauf) geehrt. Die Ehrungen nahm Willi Studinger vom Breisgauer Sängerbund vor.
Einen runden Abschluss bildeten noch einmal Lieder der "Comedian Harmonists", dargeboten vom gemischten Chor. Trotz trüber Wetteraussichten wurde das Publikum mit musikalischem Sonnenschein ins Wochenende entlassen, das sich seinerseits mit lang anhaltendem Beifall bedankte.
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Gemeinsames Jubiläumskonzert Männergesangverein Kolping und Kirchenchor St. Michael beteiligen sich am Abschlusskonzert des Musikvereins Tunsel
Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Winterhalter
BAD KROZINGEN-TUNSEL. "Musik mit Freunden für Freunde" - das Motto erfüllte sich beim dem Abschlusskonzert zum 150. Jubiläumsjahr des Musikvereins Tunsel. Spontan nahmen der Männergesangverein Kolping und der Kirchenchor St. Michael die Einladung des Musikvereins an, an dem Konzertabend mitzuwirken und gleichzeitig durch ihre Teilnahme dem Jubelverein zu gratulieren.
Der Vorsitzende des Musikvereins, Michael Klein, dankte in der Festhalle Tunsel daher besonders den beiden Dirigenten, Wolfgang Wetzel und Peter Hilfinger, für ihr Engagement, ebenso den vielen Helfern, die sich das ganze Jahr eingesetzt hatten, allen voran dem Festausschuss. Im Rahmen des Konzertes wurden mehrere aktive und passive Mitglieder für langjährige Treue geehrt (wir werden noch berichten).
Als Eröffnungsstück wählte Wolfgang Wetzel dem Anlass entsprechend den Marsch "Jubilus" von Jan van der Rost. In "Armenische Tänze" hat Alfred Reed in einer Suite mit vier Sätzen Volksweisen zusammengestellt und in eine individuelle synphonische Sprache umgesetzt. Den ersten Teil, eine Rhapsodie in fünf Sätzen, interpretierten die Tunsler Musikerinnen und Musiker. Beim anschließenden "Skaker-Song" von Jay Beckstein wurde das Saxophon als Solo-Instrument präsentiert. Scheinbar mühelos bewältigte der Solist Axel Fehrenbach den beschwingten Vortrag und bekam dafür viel Applaus.
Steppende Formationen von "The Lord of the Dance" konnte der Musikverein seinem Publikum zwar nicht bieten, doch die gälisch-irisch geprägte Musik dazu stand als Abschlusspunkt des ersten Konzertteils mit "Simple Gifts", arrangiert von Roland Smeets, auf dem Programm. Als Zugabe wurde der Marsch "Jubilum 2000" von Wim Laseroms, ein Notengeschenk der Ortsverwaltung Tunsel, gespielt. Karl-Heinz Müller übernahm die Moderation.
Vor allem Spirituals standen beim Kirchenchor St. Michael auf dem Programm, von den Sängerinnen und Sängern beschwingt und mit Freude vorgetragen. Unter anderem wurden "Honer! Honer!", "A Blameless Heart" und "Magnify The Light" gesungen. Weich und romantisch folgten "Cantique de Jean Racine" und als Zugabe "Let There Be Peace On Earth" von Jay Althouse. Mit der deutschen Übersetzung brachte Wolfgang Pelzer diese Gesangsvorträge den Zuhörern näher.
Eine Reise nach Irland unternahm der Männergesangverein Kolping. Bekannte Darbietungen wie "Finnan Haddie", "Cape Cod Girls" und "Whiskey In The Jar" trafen den Geschmack des Publikums. Axel Fehrenbach übernahm die Soloparts. Viel hintergründigen Humor mischte Peter Maier in seine Ansage. Abschließend präsentierte Baritonist Werner Suger einfühlsam das wunderschöne französische Weihnachtslied "Cantique De Noël". Bei so viel Stimme durfte die Zugabe nicht ausbleiben: "Blue Moon". Pianist Zsolt Lendvai begleitete beide Chöre am Klavier, Querflöte spielte Ulrika Fehrenbach.
Im gemeinsamen Konzertteil zeigten Musiker und Sänger, dass sich hier drei gleichwertige musikalische Vereinigungen auf hohem Niveau ergänzen. Zunächst mit Peter Hilfinger am Dirigentenpult und mit "großem Chor" und "großem Orchester" wurde "King All Glorious", ein majestätisches Werk im Marsch-Rhythmus, von allen Interpreten begeistert dargeboten. Im Soloteil glänzten die jugendlichen Sopranistinnen Karoline Fehrenbach, Martina Maier und Carina Sitterle.
Klangvoll war auch "Suo Gan", Barbara Ritzenthaler und Anne Bronner spielten den Solopart für Querflöte. Der Dirigentenstab wechselte dann zu Wolfgang Wetzel. "Spirituell Rhapsodie", das in stetem Wechsel von langsam und schnell verschiedene Gospels beinhaltet, gab beiden Formationen die Möglichkeit, einzelne Stimmen und Register solistisch einzusetzen. Als abschließender Höhepunkt erklang "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar, bekannt als zweite englische Nationalhymne.
Viel Beifall war der Dank der Zuhörer. Mit der Zugabe bewiesen die Interpreten, dass sie auch traditionell deutsches Liedgut nicht verlernt hatten: Zum Mitsingen erklangen "Hoch Badner Land" und "O du Fröhliche".
Im Namen der Tunsler Vereine gratulierte Ortsvorsteher Peter Ritzel dem Jubiläumsverein mit einem Geschenk. Bürgermeisterstellvertreterin Mathilde Nothelfer dankte den Tunsler Musikanten und Sängern für den gelungenen Konzertabend.
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