Gästebuch

Presse 2011

Wiedervereinigung der besonderen Art

MGV Tunsel feierte seinen 125. Geburtstag mit einem abwechslungsreichen Konzertabend.

Der gemeinsame Auftritt mit den MGV-Kids, hier mit ihrer neuen Leiterin Karoline Wolf, gehört traditionell beim Jahreskonzert des Männergesangvereins Tunsel dazu. Foto: Anne Freyer

BAD KROZINGEN-TUNSEL. Wenn der Männergesangverein "Kolping" Tunsel zum Konzert lädt, kann er sicher sein, dass die Halle voll wird, und das ganz ohne auswärtige Gastsänger und ihren Anhang. So war es auch beim jüngsten Konzert in der Tunsler Festhalle, bei dem es das 125-jährige Bestehen des Chors zu feiern galt. Trotz der vielen Erinnerungen, die dabei wach wurden, gelang es dem MGV auch diesmal wieder, neue und überraschende Akzente zu setzen.

Das große Motto hieß "Reunion!" – was mochte sich dahinter verbergen? Bis zur Aufklärung ließen die Sänger ihr Publikum noch ein wenig zappeln, das sich deswegen aber nicht langweilte – ganz im Gegenteil. Den erfrischenden Auftakt lieferten die MGV-Kids nicht nur mit neuen Liedern, sondern auch unter neuer Leitung: Karoline Wolf, in Tunsel wohlbekannt, wie Oliver Trüe in seiner Begrüßung betonte, hatte die schmissigen kindgerechten Lieder einstudiert und dirigierte den Nachwuchschor in seinen roten T-Shirts. Sichtlich Spaß machte den Kindern das rhythmische Hantieren mit kräftigen Stöcken zur Untermalung des zündenden Themas "Fluch der Karibik", ebenso wie Alan Menkens Vertonung der Sehnsucht der kleinen Meerjungfrau, auf zwei Beinen gehen zu können, frei nach Walt Disney. Und souverän gewachsen zeigten sich die Kids sprachlich und musikalisch der Nummer "International ist Klasse" mit Begrüßung in vier Sprachen.

Bei der stürmisch geforderten Zugabe wurde die Schar bereits durch die "Großen" verstärkt – ein mittlerweile traditioneller und besonders gelungener Übergang zum nächsten Programmteil, der aufs schönste die Verbundenheit der Generationen demonstriert. "Weniger Bewegung heißt nicht weniger Sangesfreude", stellte Oliver Trüe in seiner Vorschau auf die zu erwartenden Darbietungen klar, und in der Tat gelang es dem Chor, ganz ohne szenische Darstellung seine sängerische Qualität zu beweisen und die Spannung zu halten.

In seinem kurzen Ausflug in die 125-jährige Vergangenheit erinnerte Oliver Trüe an die Aufs und Abs des Chors seit seiner Gründung, vor allem aber an die letzten 32 Jahre mit ihrer qualitativ hochstehenden Kontinuität, die sich der Arbeit von Gabriele und Peter Hilfinger verdankt – sie als professionelle Mitarbeiterin und Ideengeberin, er als Dirigent.

Was es damit auf sich hat, bewies der Chor in der Folge: beim Wiederhören mit zwei authentisch intonierten Spirituals, einem irischen Volkslied und dem im spanischen Original gesungenen "Eres tu (Du bist)", durch den Prix d’Eurovision de la Chanson 1973 sogar in den USA zum Hit geworden; das alles unaufdringlich und perfekt begleitet von Stefan Specker am Schlagzeug, Markus Winterhalter an der Gitarre und Jannik Trescher am Klavier. Der junge Pianist hatte auch in der Folge viel zu tun und trug wesentlich zum Wohlklang bei, vor allem im Hauptteil des Programms der "Reunion".

Damit war, so Oliver Trüe, nicht die Insel im Indischen Ozean und auch keine politische Bewegung gemeint, sondern die im wörtlichen Sinn "Vereinigung" mit ehemaligen Sängern des MGV – 15 von ihnen hielten denn auch triumphalen Einzug auf der Bühne. Von da an übernahm Günther Saar die Moderation und bewies, dass die Tunsler schon immer mit witzigen, kenntnisreichen und amüsanten Überleitungen verwöhnt worden waren.

"Singen ist im Chor am schönsten", so der überzeugende Grundtenor des gemeinsamen Auftritts, diesmal unter anderem mit Robert Prachts "Das Morgenrot", Jacques Offenbachs "Studentenchor", Franz Léhars "Ach die Weiber", halb Huldigung, halb Klagelied, und dem eingedeutschten Beatleshit "Komm, gib mir deine Hand". Auch der Osten kam zu Ehren mit dem zu Recht immer wieder gern gehörten Wolgaschlepperlied "He uchla!", auf russisch (!) gesungen.

Im dritten Teil gab es dann "Highlights aus den vergangenen zehn Jahren". Das weckte Erinnerungen und animierte so manchen Gast zum Mitsummen. Der gesellige Teil, zu dem eingeladen wurde, fand nach etlichen Zugaben noch lange kein Ende und vereinte Gäste und Sänger an der Sektbar bis in die frühen Morgenstunden.

Programm Jubiläumskonzert “Reunion”                                                       BZ 01.12.2011 Anne Freyer

Begeisternde Schlagernacht

Der Gemischte Chor Nordweil landet großen Publikumserfolg mit Veranstaltungspremiere.

Gemischter Chor und Projektchor „Querbeat“ unter der Leitung von Martin Bernhard, begleitet von Pianistin Tomone Yazaki, setzten gemeinsam den musikalischen Schlusspunkt unter eine rauschende Schlagernacht. Foto: Merz

KENZINGEN-NORDWEIL. Eine wahrlich rauschende Schlagernacht – die erste ihrer Art überhaupt – ging am Samstagabend über die Bühne und Tanzfläche der Nordweiler Herrenberghalle. Eingeladen hatte der Gemischte Chor "Liederkranz" Nordweil zusammen mit seinem Projektchor "Querbeat". Als Gastchor war eigens der weithin bekannte Männergesangverein "Kolping" aus Tunsel nach Nordweil gekommen.

Unerwartet groß war der Andrang. Eiligst mussten vor Beginn noch zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt werden, so dass die Halle voll war wie schon lange nicht mehr. Chorvorsitzender Paul Blattmann zeigte sich überwältigt angesichts des großen schlagerbegeisterten Publikums, darunter auch Ehrendirigent Bertold Jäckle, Bürgermeister-Stellvertreter Rolf Steinle und der stellvertretende Ortsvorsteher Rainer Hensle sowie die Ortsvorsteher Anton Beha (Bombach) und Hubert Herr (Hecklingen). Blattmann führte als versierter Moderator mit Sachwissen und Humor durch den Abend.

Ob in lauschigen Sitzecken, an Stehtischen in der ganzen Halle oder auf den Stuhlreihen vor der Bühne oder an den Tischen dahinter – jeder konnte seinen Platz finden zum gespannten Lauschen und entspannten Plauschen, um den Abend und die Nacht auf seine Weise zu genießen.

Power Flower der 60er und 70er-Jahre war angesagt, die unter anderem in der originellen Kleidung vieler Sängerinnen, Sänger und Besucher zur Schau getragen wurde. Die Programmblätter, von Manfred Götz künstlerisch gestaltet, Tisch- Wand- und Deckenschmuck taten ein Übriges, die Herrenberghalle um 30 und mehr Jahre zurück zu versetzen. Ins rechte Licht gerückt wurde die Schlagernacht von Florian Blattmann, während DJ Jürgen Haag für den guten Ton sorgte. Mitglieder des Musikvereins hatten alle Hände voll zu tun, die Gäste mit erlesenen Speisen wie "Pigalleteller" oder "Heimwehteller" zu verköstigen.

Schlager, Evergreens, Hits und Oldies der letzten 80 Jahre aus dem deutsch- und englischsprachigen Raum prägten das Repertoire der Chöre. Den Auftakt machte der Gemischte Chor unter Dirigent Martin Bernhard, am Klavier von Tomone Yazaki begleitet, mit Freddys unvergesslichem "Heimweh", Udo Jürgens "Griechischer Wein" und "Aber bitte mit Sahne". Mit "Wir zwei fahren irgendwohin", arrangiert von Dirigent Martin Bernhard, und dem Hit "Im Wagen vor mir" setzte der Gemischte Chor weitere Akzente, um mit dem durch Mireille Mathieu bekannten "Hinter den Kulissen" – in einem Chorsatz von Martin Bernhard – unter großem Beifall zu schließen.

Gleich zwei englische Lieder hatte Bernhard für seinen Projektchor "Querbeat" arrangiert: "Cecilia", an der Trommel bravourös begleitet von Pascal Jörger, und "Somewhere over the Rainbow". Sie begeisterten das Publikum ebenso wie die Hits "Seasons in the sun" und "Save your kisses for me" sowie "Music was my first Love" als lautstark geforderte Zugabe. Heike Guggolz übersetzte die englischen Liedertexte und stellte sie dem Publikum einfühlsam mit viel Poesie vor.

Lange nicht mehr hatte man in der Herrenberghalle einen solch stimmgewaltigen, homogenen Männerchor erlebt wie den MGV "Kolping" Tunsel. Mit seinem Dirigenten Peter Hilfinger, begleitet vom Pianisten Jannik Trescher, begeisterte der Chor mit außergewöhnlicher Klangfülle und vielfältigen Kontrasten. Oliver Truë stellte dem Publikum die Geschichte des Chores vor, der für diesen Abend einen beeindruckenden Ausschnitt seiner englischen Lieder vorbereitet hatte, deren Inhalt Truë dem Publikum vermittelte: "Angels" von Robby William, "The Rose" von Amanda MCBroom, "Blue Moon" von Richard Rodgers, "Whisky in the Jar" nach einem alten irischen Volkslied und "Cotton Fields", arrangiert von Donald Moore. Frenetischer Beifall erzwang gleich zwei Zugaben. Den krönenden musikalischen Schlusspunkt setzten dann – im Wechsel deutsch und englisch gesungen – gemeinsam der Nordweiler Gemischte Chor und der Projektchor mit "Danke für die Lieder" von ABBA.

"Vier Nordweiler Mädels" präsentierten sich "ganz privat" eindrucksvoll mit einigen Schlagern, ehe die Nacht den Schlager- und Tanzbegeisterten gehörte, zu Musik von DJ Jürgen.

Programm Konzert in Nordweil                                                                     BZ 19.10.2011 Reiner Merz

Sängerhock lockte zahlreiche Besucher nach Tunsel

Vom 2. Juli bis 4. Juli veranstaltete der Männergesangverein „Kolping“ Tunsel seinen Sängerhock auf dem Platz vor der Festhalle in Tunsel. Am Samstagabend wurde der Hock von den Sängern des MGV „Kolping“ Tunsel mit ihrem Dirigenten Peter Hilfinger eröffnet. An diesem Abend lockte das Motto „Grill & Chill Western-Barbecue“ viele Festbesucher an. Zum Tanz und Unterhaltung spielte die Band „Fashion Projekt“ und sorgte für eine volle Tanzfläche.

Am Sonntag bestand bereits ab 11.30 Uhr die Möglichkeit zum Frühschoppen und Mittagessen vorbei zu schauen. Der Musikverein Tunsel sorgte für die musikalische Umrahmung. Das reichhaltige Speisen- und Getränkeangebot wurde wunderbar angenommen. An der Kuchentheke gab es eine gute Auswahl von selbst gebackenen Kuchen, sowie den dazu gehörenden Kaffee und als Erfrischungsgetränk Eiskaffee. Ab 14.30 Uhr betraten die „Tunsler MGV Kids“ die Bühne und sorgten für gute Unterhaltung mit ihrer Dirigentin Ulrika Fehrenbach. Am Abend begeisterten der MGV Neuenburg und der MGV „Kolping“ Tunsel mit erfrischenden Liedern das Publikum. Anschließend spielte die Band „Limelight“ zum Tanz und unterhielt die Festbesucher.

Am Montagmittag ging es ab 15.30 Uhr mit dem Hock des Altenwerkes mit Kaffee und Kuchen weiter. Ab 16.30 Uhr gab es für die Handwerkerzunft traditionell Haxen und Bier. Am Abend gesellte sich der Musikverein Offnadingen dazu, der den Abend musikalisch umrahmte und somit den Hock ausklingen lies.

                                Florian Lais

125 Jahre und kein bisschen leise

Der Männergesangverein Tunsel feiert seinen 125-jährigen Geburtstag mit einem begeisternden Konzert und musikalischen Gästen.

Ein glanzvolles Finale gestalteten der Männergesangverein, der Kirchenchor und der Musikverein Tunsel gemeinsam beim MGV-Jubiläumskonzert in der St. Michael-Kirche. Foto: Anne Freyer

BAD KROZINGEN-TUNSEL. Mit einem glanzvollen Konzert in der St. Michael-Kirche feierte der Männergesangverein Tunsel seinen 125. Geburtstag. Und nicht nur er: Mit von der Partie waren auch der Kirchenchor und der Musikverein. Eine begeisterte Zuhörerschaft genoss ein abwechslungsreiches Programm in festlichem Rahmen. Anschließend wurde in der Festhalle weitergefeiert – mit Musik und Glückwünschen, unter anderen seitens der Gemeinde, des Deutschen Chorverbandes und seiner regionalen Unterverbände.

Die letzten Strahlen der Abendsonne leuchteten die festlich geschmückte St. Michael-Kirche aus, als sich der Jubiläumsverein MGV hinter dem Altar gruppierte. Feierlich klang das "Ave Maria" von Franz Biebl zum Auftakt durch das Kirchenschiff, bevor Oliver Trüe im Namen der Sänger das Publikum begrüßte. Wie vielseitig und wandlungsfähig der Jubelverein aufgestellt ist, bewies Dirigent Peter Hilfinger, unterstützt von Sonja Hänig am Klavier, mit einem Querschnitt durch das reichhaltige Repertoire des Chores: vom englisch gesungenen "Prayer of the Children" über Franz Schuberts anspruchsvolles "Gott ist meine Zuversicht", das mitreißende "You raise me up" bis zu zwei ebenfalls englisch gesungenen Gospels, "Oh Lord" und "Just a Closer Walk".

Musikalisch und sprachlich Anspruchsvolles hatte auch der Kirchenchor St. Michael, ebenfalls geleitet von Peter Hilfinger, vorbereitet. Wer sie schon kannte, freute sich auf die Titel, der Neuling konnte eine perfekte Umsetzung von Tonschöpfungen vorwiegend aus dem angelsächsischen Sprachraum entdecken: zu Beginn das schwungvolle "A Festive Gloria", der Greg-Gilpin-Version von "Pie Jesus" bis zu dem Spiritual "Deep River" und "Magnify the Light" von Carl Strommen. Mittendrin: die ebenso souverän, und zwar auf Ivrith, intonierte Kurzversion israelischer Volksmusik "Hora Jerusalem", von Ernst Scherer aufbereitet.

All dem stand der Musikverein, geleitet von Denis Leile, in nichts nach. An höfische Feste erinnerten die beiden Kompositionen "Flourish for Wind Band" und "Airs of the Court"; das Zeug zur Filmmusik hatten die "Dances of Innocence" von Jan van der Roost. Auch mit diesem Teil des Konzerts gab es ein Wiederhören – ganz neu einstudiert waren hingegen die beiden Kompositionen, mit denen die drei Musikensembles gemeinsam ein mitreißendes Finale boten: "Grace and Glory" und "Hymn to Freedom".

Begeisterter Beifall belohnte die Interpreten und ihre Dirigenten, war aber auch der Lohn für den gelungenen Ablauf dank zügiger, geordneter Auftritte und Abgänge ohne unnötige Pausen und Verzögerungen.

Gut gelaunt versammelten sich anschließend in der Festhalle Aktive und Fans, eine davon Bürgermeisterstellvertreterin Sabine Pfefferle, wie sie kundtat. Sie hatte aber nicht nur die Glückwünsche der Gemeinde mitgebracht, sondern auch ein Geschenk, das sich aus den im Vereinsrecht verankerten Regeln ergab: 5 Euro pro Jahr seit Vereinsgründung, mithin 625 Euro. Das freute die "große Schar von attraktiven, schnittigen Männern" (Originalton Pfefferle), in deren Namen sich Werner Suger zusammen mit seinen Vorstandskollegen Axel Fehrenbach und Alexander Meyer herzlich bedankte.

Das Trio nahm dann Jubiläumsurkunde und Nadel entgegen, die Hans Hartung, Präsident des Breigau-Sängerbundes, und Barbara Locherer-Kuhs, Vorsitzende der Gruppe Süd, mitgebracht hatten, auch im Namen des Badischen und des Deutschen Chorverbands und deshalb mit der Unterschrift von dessen Präsident Henning Scherf versehen.

Für 60 Jahre aktives Singen in Chören wurde Peter Maier geehrt, ebenfalls mit Nadel und Urkunde, der sich nicht nur mit seiner schönen Stimme, sondern darüber hinaus bis 2005 als Moderator bei allen Konzerten und als Notenverwalter von 2008 bis heute um den MGV verdient gemacht hat. 1951 war er in den MGV "Eintracht" Bollschweil eingetreten, dem er auch nach seinem Wechsel zum MGV Tunsel noch viele Jahre treu blieb.

In seinem Grußwort würdigte Ortsvorsteher Peter Ritzel Maiers Verdienste, ebenso wie Oliver Trüe in seiner launigen Moderation, in der er kurz gefasst die wechselvolle Geschichte des MGV Tunsel seit Gründung im Jahr 1886 Revue passieren ließ. Werner Suger wies darauf hin, das die beim Konzert eingesammelten Spendengelder Bad Krozingens japanischer Partnerstadt Taketa zugute kommen sollen. Dank und Geschenke gab es auch für die Vorsitzenden des MV Tunsel, Michael Klein, und des Kirchenchors, Matthias Trüe, für ihre Mitwirkung am Jubiläumskonzert, sowie für die Feuerwehr, die die Bewirtung übernommen hatte.  

Programm Kirchenkonzert 125 Jahre MGV “Kolping” Tunsel                         BZ 04.05.2011 Anne Freyer

Schwierige Geschichte mit gutem Ende

Der MGV Kolping Tunsel feiert 125. Geburtstag / Jubiläumskonzert am Samstag.

Da waren die schwierigen Zeiten schon weitgehend überwunden: Der MGV “Kolping” Tunsel im Jahr 1996

BAD KROZINGEN-TUNSEL. Der Männergesangverein "Kolping" Tunsel (MGV) wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Zur Feier dieses Jubiläums sind für das laufende Jahr mehrere Veranstaltungen geplant; den Auftakt bildet am morgigen Samstag, 30. April, ein großes Konzert in der Tunsler Kirche St. Michael, das nicht nur vom Geburtstagsverein bestritten, sondern auch durch die beiden anderen Musikvereine, den Kirchenchor St. Michael und den Musikverein Tunsel (MV), bereichert wird. Als Höhepunkt werden sich alle drei, angeleitet von ihrem gemeinsamen Chorleiter Peter Hilfinger und MV-Dirigent Denis Leile, zum gemeinsamen Musizieren im Altarraum vereinigen.

Der MGV Tunsel gehört aktuell zu den profiliertesten und dank seiner Qualität bekanntesten Chören der Region, dessen Konzerte Musikliebhaber aus weitem Umkreis anlocken, und das schon seit vielen Jahren. Das war nicht immer so: Die Chronik berichtet sogar von längeren Abschnitten, in denen der Chor gänzlich zum Erliegen kam – heute kaum mehr vorstellbar. 24 aktive Sänger zählte der Verein bei seiner Gründung im Jahr 1886. Wie überall üblich wurde er von den nacheinander amtierenden Schulleitern dirigiert und pflegte das traditionelle Liedgut mit ausschließlich deutschem Repertoire. Die beiden Weltkriege brachten jeweils eine langjährige Unterbrechung der Chortätigkeit mit sich, die erst 1954, initiiert vom damaligen Schulleiter Tristan Schillinger, wieder auflebte.

Das führte aber noch lange nicht zum späteren Erfolg: 1964 musste der Verein in Ermangelung von Tenorstimmen seine Tätigkeit wieder einstellen. Aber Tristan Schillinger wagte zehn Jahre später einen zweiten Versuch, und diesmal klappte es, begünstigt durch den Umstand, dass sein Chor aus den Reihen der Kolpingbrüder durch junge Stimmen bereichert wurde, woran der Name "MGV Kolping" bis heute erinnert. 1979 war die Sängerschar von 19 auf 24 Mitglieder angewachsen, so dass man daran denken konnte, den Verein neu zu gründen und damit an die Tradition des alten Männerchors anzuknüpfen. Gleichzeitig übernahm der damals 19-jährige Peter Hilfinger die Leitung des Männerchors, angesichts seiner Jugend ein mutiger Schritt – und ein Glücksfall für den Chor, wie sich herausstellen sollte. Denn ihm gelang es, Ausdruckskraft und sängerische Möglichkeiten des Chors zu vergrößern.

Heute zählt der Chor rund 40 aktive Sänger. Seit 1984 gibt es kurz vor dem 1. Advent das Jahreskonzert, das stets mit einem bestimmten Motto aufwartet. Mit Hilfe seiner Frau Gabriele und ihres geschulten Musikverstands gelang es Peter Hilfinger, die musikalischen Themen um ein Vielfaches zu erweitern: Von Klassik über Romantik, Volkslieder, internationale Folklore und Musicals bis zu Songs aus Rock und Pop reicht das Spektrum. Dabei wird sorgfältig darauf geachtet, den Sängern nicht durch Überforderung die Freude am Singen zu nehmen, gepaart mit sorgfältiger Stimmbildung und Sensibilisierung für die Intention der jeweiligen Komponisten. Der Erfolg gibt dem Konzept in vielerlei Hinsicht Recht. Der MGV Tunsel ist einer der wenigen Chöre im süddeutschen Raum ohne Nachwuchssorgen, er war in den vergangenen Jahren schon in ganz Europa und in Kanada zu Gast und kann sich stets über guten Besuch freuen.

Bis zum diesjährigen Jahreskonzert stehen mehrere Veranstaltungen auf dem Programm, darunter ein Treffen mit ehemaligen Sängern, sofern noch erreichbar. Sie wurden zu einem Probenwochenende im Schwarzwald für Mitte November eingeladen, um sich auf das gemeinsame Jubiläumskonzert am 26. November in der Tunsler Halle vorzubereiten.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               BZ 29.04.2011 Anne Freyer

Sechs Chöre singen Melodien verschiedener Epochen

Der Breisgauer Sängerbund, Gruppe Süd, veranstaltete in der Pfarrkirche St. Columba in Pfaffenweiler ein Konzert.

PFAFFENWEILER (hi). Der Breisgauer Sängerbund, Gruppe Süd, veranstaltete in der Pfarrkirche St.Columba ein Konzert. Sechs Chöre des Bezirks boten ein abwechslungsreiches Chorprogramm mit Melodien aus verschiedenen Zeitepochen und musikalischen Stilrichtungen. Eingeleitet wurde die Programmfolge mit einem südafrikanischen Lied "Masithi", sehr verhalten vorgetragen vom Gesangverein Hartheim. Pfarrer Alois Schuler, der Leiter der Seelsorgeeinheit Batzenberg-Schönberg, dankte den Sängerinnen und Sängern für die Gestaltung des Konzerts in der vorösterlichen Zeit. Die Vorsitzende des Sängerbundes, Barbara Locherer-Kuhs, freute sich über die rege Beteiligung. Es werde immer wieder gesagt, das Singen im Chor sei nicht mehr aktuell. Der Auftritt der vielen Männer und Frauen beweise das Gegenteil. Sie dankte dem Männergesangverein Pfaffenweiler mit seinem Vorsitzenden Robert Bösch für die Unterstützung bei der Veranstaltung. Ein Willkommensgruß galt ihrem Vorgänger im Amt, Willi Studinger.

Der Männergesangverein Untermünstertal sang unter der Leitung von Makia Kobajashi "Santa Maria" von Johannes Schweizer, "Hymnus" von Friedrich Silcher, "Regina coeli " von Franz Seul und "Tebje Pojem" von Barnianski. "Gee Whiz", der Frauenchor aus Bad Krozingen mit Leiterin Olga Endewardt, hatte schwungvolle Spirituals im Repertoire, wie "Come, all who thirst", "By an 'Bay", "little hand play on you hand" und "Halleluja". Mit den Liedern "Oh Lord", "You rais me up"und "Jerusalem" präsentierte sich der Männergesangverein Kolping aus Tunsel unter der Leitung von Peter Hilfinger. Sonja Hänig hat den Chor am Klavier begleitet und beim Solopart brillierte Werner Suger.

Der Gesangverein 1863 Hartheim sang unter der Leitung von Lothar Welsen die Tschaikowsky-Melodie "Herr schütze uns", "Alta trinita beata" und "Locus iste" von Anton Bruckner. "Lux aeterna" so lautete der Titel des Liedes mit dem sich der Chor "Onewallfrees" Schallstadt-Wolfenweiler/Ebringen vorstellte. "Ave Maria" von Anaton Bruckner, "Herr der Herrlichkeit" von Otto Groll, der "Pilgerchor" aus der Wagner-Oper "Tannhäuser" und "Gloria" von Keith Christopher trug die Chorgemeinschaft Schallstadt-Wolfenweiler/Ebringen vor. Dieser Chor sowie "Onwallfrees" werden von Thomas Kaltenbach geleitet. Eva-Maria Steiert begleitete Sänger am Klavier.

Zum Abschluss sangen alle Chormitglieder und die Zuhörer "Großer Gott wir loben dich".  

Programm Kirchenkonzert Pfaffenweiler                                                                           BZ 07.04.2011

Große Gefühle in vielerlei Liedern

"Wir singen gerne": Die Tunsler Chöre gastieren mit einem großen Konzert im Bad Krozinger Kurhaus.

„Take me home“: Ein Wildwest-Teil bildete den Abschluss beim Konzert der Tunsler Chöre. Foto: Anne Freyer

BAD KROZINGEN. "Wir singen gerne" – das ist der Wahlspruch der Tunsler Chöre. Dass man ihnen dabei auch gerne zuhört, erwies sich wieder einmal beim Gemeinschaftskonzert im Bad Krozinger Kurhaus, das nun bereits zum 16. Mal Musikbegeisterte aus einem weiten Umkreis in den Genuss eines abwechslungsreich zusammengestellten Konzerts brachte.

Schon beim ersten Lied der MGV-Kids sprang der Funke über. Denn was Ulrika Fehrenbach mit dem Nachwuchs erarbeitet hatte und vor allem, wie die Kleinen das dann präsentierten – frisch, fröhlich und frei von falscher Scheu, dabei stimm- und taktsicher - riss das Publikum sofort zum Mitklatschen hin. Bewusst gefühlsbetont und multikulturell, so die Ansage durch Oliver Trüe vom Männergesangverein Kolping Tunsel (MGV), ging es weiter mit drei ausgesuchten Stücken auf englisch ("To where you are"), deutsch ("Annie Laurie") und schwedisch-spanisch ("Te Qiero"), sensibel dirigiert von "Emotionenbändiger" Peter Hilfinger.

Dem stand der katholische Kirchenchor St. Michael Tunsel in nichts nach mit seiner Auswahl an Brahms-Liedern, die ebenfalls große Gefühle verschiedenster Art zum Inhalt hatten, insbesondere die Liebe in ihren Erscheinungsformen: "Rede, Mädchen", "Am Gesteine rauscht die Flut", "Wenn so lind dein Auge mir". Wer bereits das Jahreskonzert des Kirchenchors in der Tunsler Kirche St. Michael genossen hatte, konnte sich noch einmal freuen über diese Hommage an die Romantik, aber auch über den wütenden Aufschrei in Liedform "Nein, es ist nicht auszukommen", in dem Brahms und sein Textdichter Georg Friedrich Damm ihrem Ärger über unangenehme Nachbarn Luft machen. Als Abschluss dieses ursprünglich aus 38 kleinen Meisterwerken bestehenden Zyklus’ mit dem Titel "Liebeslieder-Walzer" ließ der Chor "Am Donaustrande" hören.

Wieder war es Gabi und Peter Hilfinger gelungen, eine Auswahl zu treffen und durch ihren stimmstarken Chor zu Gehör zu bringen, die der Absicht und dem Geist der Komposition und ihres Schöpfers gerecht wurde, ebenso wie die harmonische vierhändige Klavierbegleitung durch Zsolt Lendvai und Jannik Trescher. Mit Hans Unterweger, einem in Kärnten geborenen A-cappella-Spezialisten, haben die Hochtöner einen Lieferanten mehr für die musikalische Verarbeitung ihrer Themen gefunden: Frauen, Frauen, Frauen. Gleich zwei der von Oliver Trüe in gewohnt humoriger Weise angekündigten Lieder stammen von Unterweger: "Frauen sind anders" und "Milch, Zucker und Kaffee". Ein Genuss auch diesmal wieder: der von den Beach Boys zum Klassiker geadelte Hit "Barbar’ Ann" und die "Spielerfrauen" von Basta, ebenso wie als Zugabe Axel Fehrenbachs liebevolle Erinnerung an seine Deutschlehrerin.

Ganz anders als im ersten kam der Kirchenchor seinem Publikum im zweiten Teil: mit traditionellen amerikanischen Volksliedern wie "Raise a Ruckus" und "Lonesome Road", aber auch mit der Umsetzung des unsterblichen Leonard Cohen-Songs "Hallelujah". Stets fanden Chor und Dirigent den richtigen Ausdruck für das, was sie zu Gehör bringen wollten, und vermittelten dem Zuhörer, dass hier nicht nur Gefühle verstanden und wiedergegeben, sondern empfunden werden, so in dem an die südafrikanische Apartheid erinnernden "Weeping" und in der "Bohemian Rhapsody". Humor und Selbstironie kamen freilich auch nicht zu kurz – eine geballte Ladung entfesselte der MGV mit seinem Wildwest-Teil, komplett mit von Jörg Hilfinger gemalter Prärie als Hintergrund und stilvoll als Cowboys und Indianer verkleideten Sängern und Musikern: am Klavier Zsolt Lendvai, am Schlagzeug Dennis Müller, am Bass Michael Kuschewski, als Gitarrist Markus Winterhalter, am Akkordeon Stefan Müller, am Keyboard Jannik Trescher und als fiedelnder Gast Georg Ziegler. Den Spaß ließ sich auch der Kirchenchor nicht entgehen; zünftig gewandet, gestiefelt und behütet vereinten sich die Damen und Herren beim Finale mit ihren Vorsängern zum zündenden "Take me Home", bevor das begeisterte Publikum stürmisch nach Zugaben verlangte.  

                                                                                                                       BZ 05.02.2011 Anne Freyer

Unterhaltsames Chorkonzert im Kurhaus

MGV Kids, Hochtöner, Männergesangverein und Kirchenchor sangen

Bad Krozingen. Am Sonntag, 30.Januar 2011 fand im Bad Krozinger Kurhaus das Chorkonzert der Tunsler Chöre statt. Wie auch bei den vergangenen Konzerten gestalteten die „Tunsler MGV Kids“, die „Hochtöner“, der Männergesangverein „Kolping“ Tunsel und der Kirchenchor „St.Michael“ Tunsel den Konzertabend mit einem abwechslungsreichen Programm.

Nach der Begrüßung von Matthias Trüe, eröffneten wie gewohnt die „Tunsler MGV Kids“ den Konzertabend. Die Kinder hatten mit ihrer Dirigentin Ulrika Fehrenbach die Stücke gut einstudiert und gekonnt vorgetragen. Musikalisch begleitet wurden sie von Jannik Trescher am Klavier.

Anschließend formierten sich die Sänger des MGV „Kolping“ Tunsel auf der Bühne. Oliver Trüe begrüßte in gewohnt lockerer Art das Publikum und stellte die vorzutragenden Stücke vor. Neben der Ballade „To where you are“ gaben die Sänger „Annie Laurie“ und „ Te Quiero“ zum Besten. Die Stück kamen aus England, Schottland und Spanien, dies zeigt die Bandbreite und Flexibilität des MGV.

Danach betrat der Kirchenchor „St.Michael“ Tunsel mit seinem Dirigenten Peter Hilfinger die Bühne. Der gemischte Chor gestaltete seinen 1.Konzertteil mit sieben Liebesliedern von Johannes Brahms. Die Moderation übernahm Ulla Saladin und leitete gekonnt zu den einzelnen Liedern über. Besonderes Highlight war, dass Zsolt Lendvai und Jannik Trescher gemeinsam an einem Klavier spielten.

Nach einer kurzen Umbauphase ging der Vorhang für die „Hochtöner“ auf, die a cappella Gruppe begeisterte das Publikum mit amüsanten Stücken und sorgte für beste Unterhaltung. Hier glänzten die Solisten, Tobias Pfefferle, Oliver Trüe, Hubert Gottstein und Axel Fehrenbach.

Der zweite Konzertteil wurde von den Sängerinnen und Sängern des Kirchenchores „St.Michael“ Tunsel eröffnet. Neben dem bekannten „Bohemian Rhapsody“ von Queen und Freddie Mercury, wurde unter anderem das „Hallelujah“ aus dem Animationsfilm „Shrek“ vorgetragen.

Nach einer weiteren kleinen Umbauphase verwandelte sich die Bühne in eine Westernprärie, passend dazu hatten sich die Sänger des MGV „Kolping“ Tunsel verkleidet. Der stimmgewaltige Chor gab bekannte Stücke, wie „Zwei glorreiche Halunken“, „Old Dan Tucker“ und „Cotton Fields“ zum Besten. Auch in diesem Konzertteil wurden die Stücke in gewohnt lockerer und humorvoller Art von Oliver Trüe angesagt.

Zum großen Finale standen der Männergesangverein und der Kirchenchor gemeinsam im Westernoutfit auf der Bühne und sangen „Island Bound“ und den bekannten Hit „Take me home, country roads“. Das Publikum forderte natürlich eine Zugabe und zeigte sich mit teilweise rhythmisch wippenden Füßen und kräftigem mitklatschen sehr angetan. Instrumental unterstützt wurden die Chöre von Zsolt Lendvai am Klavier, Jannik Trescher am Keyboard/Klavier, Stefan Müller am Akkordeon, Markus Winterhalter an der Gitarre, Dennis Müller am Schlagzeug, Michael Kuschewski am Bass und Georg Ziegler an der Violine.                                                                                                                                                                              Autor:Florian Lais Programm Chorkonzert 2011